Marrakesch Reiseführer - Reisetipps
Die etwa eine Millionen Einwohner zählende marokkanische Stadt ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Marrakesch. Hauptattraktion von Marrakesch ist der Platz Djemeaa el-Fna. Er ist einer der schönsten Nordafrikas und gilt als das Herz von Marrakesch.

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Hier drängen sich Gaukler und Geschichtenerzähler, Schlangenbändiger und Henna-Malerinnen, Garküchen und Wasserträger in ihren traditionellen roten Kostümen. In den engen Basargassen um den Platz wird so allerlei angeboten: von Gewürzen bis zu Teppichen, von Pantoffeln bis zu edlen Stoffen. Die Altstadt bietet orientalische Pracht im Sultans-Mausoleum, in der Koutobia-Mosche und im Bahia-Palast. In der nähe findet man wunderschön gestaltete orientalische Gärten mit Palmen, Wasserspielen und seltenen Pflanzen.
Geschichte von Marrakesch
Die Stadt Marrakesch wurde am 7.Mai 1070 durch Abu Bakr ibn Umar gegründet. Der Nachfolger von Abu Bakrs, Yusuf ibn Taschfin (1009–1106) eroberte das heutige Nordmarokko und Andalusien und machte Marrakesch zu seiner Hauptstadt. Sein Sohn Ali ibn Yusuf erweiterte Marrakesch erheblich und ließ dann die noch heute vorhandene Stadtmauer errichten. Im Laufe der Jahre war die Stadt immer wieder in Kriege und Bürgeraufstände verwickelt. So wechselte mehrmals die marrokanische Hauptstadt zwischen Marrakesch und Fès.
Touristenattraktionen in Marrakesch
Marrakesch, eine der faszinierendsten Städte Marokkos, ist bekannt für ihre reiche Geschichte, lebendige Kultur und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Diese Stadt zieht Besucher aus aller Welt an und bietet ein einzigartiges Erlebnis, das Tradition und Moderne miteinander verbindet. Im Folgenden werden einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs näher betrachtet.
Zunächst einmal ist die Medina von Marrakesch ein absolutes Muss für jeden Reisenden. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe ist ein Labyrinth aus engen Gassen, bunten Märkten und historischen Gebäuden. Hier kann man die Atmosphäre der Stadt hautnah erleben, während man durch die Souks schlendert, in denen alles von handgefertigtem Schmuck über traditionelle Teppiche bis hin zu Gewürzen verkauft wird. Die Geschäfte sind oft klein und familiär geführt, was dem Einkaufserlebnis einen persönlichen Touch verleiht. Besonders beliebt sind die Souks für Lederwaren und Keramiken.
Ein weiteres Highlight der Medina ist der Djemaa el Fna Platz, der als das pulsierende Herz von Marrakesch gilt. Tagsüber verwandelt sich der Platz in einen Marktplatz mit Händlern, Schlangenbeschwörern und Straßenkünsten; abends hingegen erblüht er zu einem Ort voller Leben mit unzähligen Essensständen, wo lokale Spezialitäten serviert werden. Der Duft von gegrilltem Fleisch und exotischen Gewürzen liegt in der Luft und zieht sowohl Einheimische als auch Touristen an.
Nicht weit vom Djemaa el Fna entfernt befindet sich die Koutoubia-Moschee – das größte religiöse Bauwerk in Marrakesch. Mit ihrem beeindruckenden Minarett von 77 Metern Höhe ist sie ein wahres Wahrzeichen der Stadt. Obwohl Nicht-Muslime nicht eintreten dürfen, kann man die Moschee wunderbar von den umliegenden Gärten aus bewundern. Das Gelände lädt zum Verweilen ein und bietet einen herrlichen Blick auf das Minarett im Kontrast zur Kulisse des Atlasgebirges.
Ein weiterer sehenswerter Ort ist der Jardin Majorelle, ein wunderschöner botanischer Garten, der einst dem berühmten Modedesigner Yves Saint Laurent gehörte. Dieser Garten beherbergt eine beeindruckende Sammlung seltener Pflanzenarten sowie leuchtend blaue Gebäude im marokkanischen Stil – eine perfekte Oase der Ruhe mitten in der geschäftigen Stadt. Die Farbenpracht und die harmonische Gestaltung machen diesen Ort zu einem beliebten Fotomotiv.
Die Saadier-Gräber sind ebenfalls einen Besuch wert. Diese prächtigen Gräber stammen aus dem 16. Jahrhundert und wurden erst im Jahr 1917 wiederentdeckt. Sie zeugen von einer glorreichen Vergangenheit und sind kunstvoll mit Mosaiken verziert. Der Zugang zu den Gräbern führt durch einen kleinen Garten, wodurch sich bereits beim Betreten eine gewisse Ehrfurcht breitmacht.
Für diejenigen, die sich für Geschichte interessieren, bietet das Palais Bahia einen tiefen Einblick in die Architektur des 19. Jahrhunderts sowie in das Leben des marokkanischen Adels dieser Zeit. Das Palastgelände umfasst zahlreiche Innenräume mit wunderschönen Stuckarbeiten und traditionellen Fliesenmosaiken sowie weitläufige Gärten voller Orangenbäume.
Schließlich sollte man auch den El Badi-Palast besuchen – obwohl heute nur noch Ruinen vorhanden sind, spiegeln diese eindrucksvoll den ehemaligen Glanz wider. Erbaut im späten 16. Jahrhundert war dieser Palast einst eines der größten Kunstwerke seiner Zeit mit prachtvollen Sälen und reich verzierter Architektur.
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Unterkünfte in der Nähe:
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